Dry-Lease und Wet-Lease

sind Leasingarten, die regelmäßig nur in der kommerziellen Luftfahrt zu finden sind.

Dry-Lease ist das Leasing ausschließlich eines Flugzeugs ohne irgendwelches Personal. Beispielsweise von kleinen Fluggesellschaften bei einem plötzlich Ausfall einer eigenen Maschine gebraucht, wenn alle anderen Voraussetzungen (Zulassungen, Type-Ratings, Personal etc.) gegeben sind.

Die Maschine fliegt aber generell unter der Flugnummer des Leasingnehmers, der auch das operationelle Risiko trägt.

Wet-Lease bezeichnet das Leasing eines Flugzeugs einschließlich der Cockpit-Crew und des Kabinenpersonals, sowie inklusive Wartung und der notwendigen Versicherung von einer anderen Fluggesellschaft.

Auch in diesem Fall fliegt die Maschine unter der Nummer des Mieters und er trägt das Risiko.

Das Wetleasing kann eine kurzlebige Angelegenheit sein, eventuell für nur einen Flug, wenn die leasende Fluggesellschaft wegen Ausfalls eines eigenen Flugzeugs einen kurzfristigen Engpass hat, oder auch ein Leasing für ein paar Flüge, weil ein eigenes Flugzeug eine größere Wartung braucht respektive mehrere eigene Flugzeuge aufgrund anstehender Wartungsarbeiten ausfallen.

Es kann sich dabei aber auch um ein längerfristiges Abkommen handeln, wenn der Mieter eine neue Destination aus Testgründen initiieren oder eine saisonale Route anbieten will. In diesen Fällen trägt das Flugzeug meist auch die Lackierung des Leasingnehmers.

Der Vorteil für das Wet-Lease liegt in erster Linie in der einfacheren Verwendung anderer Flugzeugtypen. Da für praktisch jeden Flugzeugtyp ein eigenes Type-Rating (eine Zulassung des Piloten für den speziellen Flugzeugtyp) erforderlich ist und oft auch Flugzeuge, die in einem Land zugelassen sind, nicht von Piloten aus anderen Ländern geflogen werden dürfen, kann nicht einfach die Besatzung des ausgefallenen Flugzeugs mit der ihr fremden Maschine den Flug durchführen.

 

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